(Foto: Das Team des Safe House Bredasdorp, ganz rechts Gründerin Lana O’Neill)


Safe House Bredasdorp in Südafrika

Das Safe House in Bredasdorp wurde 2015 von der Gemeinde-Aktivistin Lana O’Neill ins Leben gerufen. Es ist ein Zufluchtsort für Frauen und Mädchen, die häuslicher und sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Das Safe House ist der einzige Ort dieser Art in der ganzen Cape Agulhas Region. Bis dato haben Lana und ihr Team rund 350 Frauen im Haus aufgenommen, betreut und beraten. Das Team bekommt einen Fixbetrag von ca. 5000 Euro pro Jahr (R100 000) von der Gemeinde um Strom, Wasser und weitere Fixkosten zu tragen, für alles andere sind Lana und ihre Team auf Geld- und Sachspenden angewiesen.
Gewalt gegen Frauen und Femizid grassiert in Südafrika. In einer Rede Mitte Juni 2020 nannte Präsident Cyril Ramaphosa Gender-based-violence (GBV) die zweite Epidemie, mit der Südafrika zu kämpfen hat. 2019 starben rund 2700 Frauen durch GBV, alleine in den letzten Wochen töteten Männer 21 Frauen und Mädchen.
Seit die Corona-Pandemie in Südafrika angekommen ist, haben Lana und ihre Kolleginnen eine ad hoc Suppenküche ins Leben gerufen. Täglich geben sie Essen an mehrere hundert Menschen im Township von Bredasdorp aus. Zwar verteilt auch die Regierung offiziell Essenspakete, doch der Bedarf ist zu hoch und oft werden diese “food parcels” zu politischen Zwecken missbraucht.