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Das aktuelle Spendenprojekt aus unserem Newsletter November 2019

Hilfe für Frauen und ihre Kinder auf Lesbos

Geflüchtete Frauen mit Kind

Schutz vor Gewalt und vor Kälte

Liebe humans,

im letzten Newsletter haben wir von unserem Besuch bei unserer Partnerorganisation Safe Place International in Athen berichtet. SPI unterstützt LSBTTIQ-Geflüchtete und geflüchtete Frauen mit Kindern z.B. durch sichere Unterkünfte und Beratung in Athen und auf Lesbos. just human ergänzt dieses Engagement, wenn zusätzliche Hilfe notwendig ist.
Nun hat uns eine dringende Bitte von Chloe erreicht. Sie leitet auf Lesbos ein Haus, das 18 geflüchteten Frauen und Kindern Schutz bietet. Um für den Winter vorbereitet zu sein, bittet sie dringend um Unterstützung: 30 € kosten eine Kinderjacke oder warme Kinderschuhe, mit 60 € kann ein Kind für den Winter gerüstet werden, 100 € ermöglichen es einer der Frauen eine Winterjacke und winterfeste Schuhe zu besorgen.
Wir bitten dafür herzlich um Spenden! Jeder Beitrag hilft und wird sofort weitergeleitet.

Eine der geflüchteten Frauen mit ihrem Sohn, die Schutz gefunden haben. Im geschützten Raum ist Entspannung möglich. Die Frauen unterstützen sich gegenseitig. Bei regelmäßigen Treffen wird der gemeinsame Alltag geplant.

Sicherheit und Zugang zu medizinischer Versorgung

Chloe hat uns außerdem über Änderungen bei den Asylverfahren auf Lesbos berichtet. Als besonders schutzbedürftig eingestufte Geflüchtete – z.B. schwangere Frauen ohne Angehörige oder Frauen mit Kindern – müssen zu Anhörungen auf das Festland reisen. Problematisch ist das, weil auch auf dem Festland nicht genügend Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung steht. Schwangere und alleinerziehende Frauen mit kleinen Kindern werden daher in Lager mit geringer Infrastruktur gebracht, weit entfernt von Krankenhäusern und anderen notwendigen Einrichtungen.
Unsere Partnerorganisation richtet deshalb aktuell in der Nähe von Athen ein neues Haus für alleinerziehende Mütter und Schwangere ein, die für ihre Asylbefragung auf das Festland müssen, dort aber keine sichere Unterkunft haben. Chloe schreibt: „Mit diesem zusätzlichen Schutzraum können wir auf Änderungen in der Politik und in den Bedürfnissen der Begünstigten reagieren und eine kontinuierliche, sinnvolle Unterstützung sicherstellen.“ Ab Dezember 2019 soll das Haus in Lavrio Frauen und Kindern Zuflucht bieten. Spenden für Handtücher, Bettzeug, Babyausstattung, Geschirr und andere notwendige Ausstattung werden deshalb dringend gebraucht.

 

Unterstützung von Frauen und Mädchen auf Lesbos - Bitte um Hilfe

Für geflüchete Frauen und Mädchen, die auf Lesbos und in Lavrio in einem Haus von SPI leben oder
von dort erreicht werden können, will just human in Absprache mit SPI einen Notfonds einrichten.
Dafür bitten wir herzlich um regelmäßige Spenden unter dem Spendenzweck "Lesbos - Frauen und ihre Kinder".

Aktuelles Spendenprojekt: Somalia

Mara, eine heute 34jährige Frau aus Somalia, machte sich 2014 auf den Weg nach Europa. Ungewöhnlich für eine junge Frau, als erste ihrer Familie zu fliehen – doch Mara wurde bedroht und hatte Angst um ihr Leben. Ihre Mutter bat sie, zu gehen und sich in Sicherheit zu bringen, Verwandte zahlten für die Flucht. Ihre Söhne Keynan und Ismail, heute 12 und 8 Jahre alt, musste sie bei der Großmutter und ihrem zweiten Mann Hanad zurücklassen. Der Vater von Keynan und Ismail ist gestorben und Mara ist in zweiter Ehe mit Hanad verheiratet. Als sie floh, war sie mit ihrem dritten Kind schwanger. Ihre Flucht führte über Äthiopien und den Sudan nach Libyen, dann mit dem Boot nach Italien. Das Boot, mit dem sie floh, geriet in Seenot. Die Flüchtenden wurden von einem Rettungsschiff aufgenommen, aber einige Menschen starben auf der Fahrt. Von Italien reiste Mara weiter bis Deutschland, wo im Januar 2015 der kleine Abdi geboren wurde.

Inzwischen ist Maras Asylverfahren abgeschlossen, sie ist als Flüchtling anerkannt und hat das Recht, ihre Familie nachzuholen. Ihr Mann wartete mit den beiden Kindern seit 2014 in Somalia auf diese Nachricht. Doch die Verhältnisse in Somalia haben sich verschlechtert, die Situation ist vor allem für Kinder sehr unsicher. Viele werden von Rebellen entführt und als Kindersoldaten rekrutiert. Manche Kinder werden entführt und als Boten mit Päckchen in Häuser geschickt. Sobald das Kind mit dem Paket im Gebäude ist, wird die im Päckchen versteckte Bombe per Fernzünder aktiviert.

Kürzlich ist der Sohn einer nahen Verwandten von Mara so ums Leben gekommen. Hanad entschloss sich deshalb, mit den Jungen nach Kenia zu fliehen. In Nairobi, wo sie die Visa beantragen mussten, haben die drei nun ein Zimmer gemietet. Sie warten auf die Visumserteilung, um nach Deutschland nachreisen zu können. Doch das kann laut Aussage ihres Anwalts zehn bis zwölf Monate dauern.

Arbeiten darf Hanad nicht, er ist auf Unterstützung angewiesen. Mara selbst gibt alles, was sie entbehren kann. Für Visa und Tickets nach Nairobi, die erste Miete, die Grundeinrichtung und den Lebensunterhalt hat sie ihrem Mann alle Ersparnisse geschickt und auch Geld von Freunden geliehen. Damit sind bis Februar alle Kosten gesichert. Um in Nairobi leben zu können, brauchen Hanad, Keynan und Ismail monatlich Unterstützung weitere Kosten in Höhe von ca. 100 € fallen für Papiere, den Anwalt u.ä. an.

Der Stuttgarter Freundeskreis Neckarpark, der Mara und Abdi betreut, bittet um Unterstützung der Familie.

just human unterstützt die Familie mit Spenden für Miete und Essen. Bei allen Förderentscheidungen wird just human von Länderbeauftragen beraten, die aus dem jeweiligen Land kommen oder lange dort gelebt haben. Unsere Länderbeauftragten für Kenia haben uns bestätigt, dass für drei Personen 300 bis 400 € monatlich für ein Leben in Nairobi ausreichen.Weil Hanad in Nairobi zunächst nur eine sehr teure und enge Unterkunft gefunden hat, gaben unsere Kenia-Beauftragten ihm außerdem Tipps für die Wohnungssuche. Ab Februar leben Hanad, Keynan und Ismail nun in einer günstigeren und größeren Wohnung und können dabei mit weniger Unterstützung auskommen.

just human hat daher eine Unterstützung von einmalig 400 € (bei der zuerst höheren Miete) und dann 300 € für zunächst 4 Monate zugesagt. Die zusätzlich benötigten 100 € monatlich für Anwaltskosten u.ä. trägt Mara selbst bei. Damit wir die Familie in den voraussichtlich insgesamt 10 bis 12 Monaten bis zur Visaerteilung unterstützen können, sind wir auf weitere Spenden angewiesen.

Bitte helft mit, Maras Familie in Kenia zu unterstützen! Spenden für das Projekt "Somalia" werden zu 100 % an die Familie in Nairobi weitergeleitet.

Hier spenden für: Somalia / Unterstützung Familiennachzug

 

Hilfe für Menschen auf der Flucht

Wir unterstützen Menschen, die vor Krieg, Gewalt, politischer oder persönlicher Verfolgung, Ausbeutung oder wirtschaftlicher Not fliehen müssen oder mussten. Ziel unserer Unterstützung ist es, dass alle Menschen in Sicherheit leben können. Dazu gehört die Möglichkeit, die Grundbedürfnisse zu befriedigen, Kontakt zu Familie und Freund*innen pflegen zu können sowie Zugang zu Gesundheitsversorgung, psychosozialer Hilfe, Schule, Ausbildung und Arbeitsmöglichkeiten. Wir unterstützen dazu beispielsweise beim Erreichen eines sicheren Lebensorts, bei der Bestreitung des Lebensunterhalts während der Verfolgungs- oder Fluchtphase, bei der Vermittlung und/oder Finanzierung von Rechtsberatung, gesundheitlicher und psychosozialer Hilfe. Gefördert werden können auch Maßnahmen zur schulischen oder beruflichen Bildung und beruflichen Verselbständigung.

Unterstützt werden sowohl Einzelpersonen in Kriegs- und Krisenregionen, auf der Flucht und im Zufluchtsland als auch Projekte, die die Ziele von just human befördern. 

 

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